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"Raus aus dem Alltag - rein ins THW"

„Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht steht das THW vor großen Herausforderungen bei der Nachwuchsgewinnung. Mit der eigenen Wetterstation zeigt das THW, dass es vor allem Freude macht, sich freiwillig im Bevölkerungsschutz zu engagieren“, sagte Bundesinnenminister Dr. Friedrich am Dienstag vor dem Berliner Reichstag. Dort stellten THWler für die Veranstaltung „MdB trifft THW“ erstmals den Dreibock mit dem schwebenden Sandsack auf und führten den Abgeordneten die THW-Wetterstation mit ihren acht Funktionen vor. Neben den Wetterklassikern Sonne, Wind und Regen kann sie zusätzlich auch Erdbeben anzeigen. „Besonders begrüße ich den Ansatz, dass hier nicht auf kostspielige Sonderentwicklungen gesetzt wird, sondern die allgemeine Umsetzbarkeit im ganzen THW im Vordergrund steht“, sagte Friedrich. Mit Dreibock und Sandsack würden sich zudem Elemente in der Wetterstation wiederfinden, die im THW oft zum Einsatz kommen.

Das THW ist seit 1950 die Einsatzorganisation der Bundesrepublik Deutschland im Bevölkerungsschutz und wird zu 99 Prozent von Freiwilligen getragen. Die rund 80.000 THW-Mitglieder sind in 668 Ortsverbänden organisiert. Das THW leistet in Not- und Unglücksfällen mit Technik und Know-how Hilfe – in Deutschland und rund um den Erdball. Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht verliert das THW einen Teil seines Nachwuchses. Die demografische Entwicklung und das geänderte Freizeitverhalten, vor allem bei jungen Menschen, erschweren ebenfalls die Nachwuchsgewinnung. Damit das THW aber weiterhin bei Katastrophen und Unglücken zur Stelle sein kann, braucht es neue Helferinnen und Helfer. Für die Umsetzung der einzelnen Kampagnenelemente sollen sowohl auf Bundes- als auch auf örtlicher Ebene Sponsoren gefunden werden.

„Ich finde die neue Kampagne klasse. Einfach und gut. Besonders freut mich, dass unsere Orgsanisation sich zeitnah und zentral mit dem Thema Helfergewinnung unter den neuen Rahmenbedingugen der ausgesetzten Wehrpflicht auseinander setzt und neue Wege geht.
Für uns vor Ort in Olpe gilt, dass wir aktuell keinerlei Nachwuchssorgen haben. Im Gegenteil: Wir sind mit einer starken Jugendgruppe und reichlich neuen Helfern gesegnet. Das ist aber eine Momentaufnahme. Wichtig ist, diesen Stand auch in der Zukunft beibehalten können. Und klar ist auch: Das THW Olpe sucht immer motivierte und engagierte Menschen. Auch oder gerade in Aufgabenbereichen, die man nicht direkt immer mit dem THW in Verbindung bringt, wie zum Beispiel Ausbildung, Verwaltung und Organisation, Jugendarbeit oder Versorung der Truppe. Und gerade natürlich auch für zukünftigte Führungsaufgaben. Wir bieten für zahlreiche Fähigkeiten anspruchsvolle Aufgaben, die Spass machen und Abwechslung vom Alltag bringen – und sicherlich muss man auch kein ausgewiesener Technikexperte sein, um im THW mitzuwirken.“ kommentiert Ortsbeauftragter Thorsten Maiworm die neue Kampagne zur Helfergewinnung.